Silvester: Kein Spaß für Tiere

Tierpark und Zoo Berlin werben für mehr Rücksicht zum Jahreswechsel

  • Grevy-Zebra
  • Rothschildgiraffe
  • Dromedar

    Wenn in Berlin die letzten Sekunden des Jahres heruntergezählt werden und die Stadt im Licht tausender Raketen erstrahlt, beginnt für viele Tiere die unruhigste Nacht des Jahres. Während viele Menschen ausgelassen feiern, bedeutet der Jahreswechsel für Haus-, Wild- und Zootiere vor allem eines: Stress. Die lauten Knallgeräusche, das grelle Licht und der ansteigende Feinstaubpegel setzen vielen Tieren erheblich zu. Auch jenen, die im Tierpark und im Zoo Berlin leben.

    Giraffen, Kamele und Co. sind selbstverständlich keine Freunde des Silvester-Trubels. Die meisten Tiere verbringen die Nacht gut geschützt in ihren vertrauten Stallungen und Innenbereichen. Wenn rund um den Zoo lautstark gefeiert wird, bleiben die Tiere davon jedoch nicht ganz unbeeindruckt. Gerade die Knallkörper, die schon vor der erlaubten Uhrzeit gezündet werden, registrieren die Tiere durchaus. Fluchttiere, wie Antilopen, Zebras und Giraffen sind besonders sensibel und zucken dann auch mal zusammen. Zwar zeigen Beobachtungen der vergangenen Jahre, dass die Tiere die Nacht meist verhältnismäßig ruhig überstehen, dennoch bleibt die Belastung durch Lärm und Feinstaub hoch. Der weitläufige Tierpark Berlin bietet mit seinen 160 Hektar etwas mehr Distanz zum Lichtenberger Silvesterlärm. Viele sensiblere Arten wie Gazellen und Giraffen leben dort abseits der dicht bebauten Umgebung. Doch selbst hier sind die Explosionen am hell erleuchteten Himmel deutlich wahrnehmbar. Wie im Zoo sind auch hier Pfleger*innen und Tierärzt*innen über die gesamte Nacht besonders aufmerksam und behalten die Situation genau im Blick.

    „Lautstarke Silvesterböller stören nicht nur unsere Tiere im Zoo und Tierpark Berlin. Sie belasten auch unzählige andere Wild- und Haustieren in unserer Stadt . Deshalb wünsche ich mir für den Jahreswechsel mehr Rücksichtnahme und einen verantwortungsvollen Umgang miteinander,“ appelliert Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Wir können dankbar dafür sein, dass wir in einem Land leben dürfen, in dem derzeit Frieden herrscht. Warum manche Menschen freiwillig eine kriegsähnliche Geräuschkulisse in ihrer Nachbarschaft herstellen möchten, ist mir persönlich ein Rätsel. Deshalb befürworte auch ich ein Böllerverbot in der Berliner Innenstadt.“ Zugleich gewinnen auch bundesweit die Diskussionen über ein generelles Böllerverbot immer mehr an Fahrt. Erste Schritte sind bereits erkennbar. Immer mehr Kommunen richten böllerfreie Zonen ein, Händler reduzieren freiwillig ihr Feuerwerksangebot und Bund und Länder sprechen über weitergehende rechtliche Möglichkeiten. Dass es in Zoo und Tierpark Berlin bisher nie zu ernsthaften Zwischenfällen gekommen ist, ist dem wachsamen Einsatz der Teams vor Ort zu verdanken. Auch in dieser Silvesternacht werden die Mitarbeiter*innen alles daransetzen, ihren Schützlingen ein möglichst stressfreies neues Jahr zu ermöglichen.

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