Bienen summen in der Luft und zwischen Steinen und Wurzeln werden appetitliche Ameisen und Würmer gesucht – ein Lippenbär weiß, dass das Glück nur mit Gemütlichkeit zu erreichen ist. Wie sein berühmter Artgenosse aus dem Dschungelbuch scheint auch der kleine Bärenjunge sein Leben in vollen Zügen zu genießen. Auf der Suche nach nahrhaften Leckerbissen tapst er vergnügt Mama Kaveri (8) hinterher, streckt seine Nase schnuppernd in die Luft und genießt die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings sichtlich.
Die Entscheidung für seinen Namen war eindeutig: Balou soll der bärige Zoo-Nachwuchs heißen. Rund zwei Drittel der mehr als 25.000 Stimmen, die in der vergangenen Woche auf den Social Media Kanälen von Zoo und den Berliner Stadtwerken abgegeben wurden, haben sich für Balou ausgesprochen.
„Lippenbären kommen ausschließlich auf dem indischen Subkontinent vor und werden von der Weltnaturschutzorganisation als gefährdet eingestuft“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem die Herkunft der Tiere: „‘Bhalu‘ bedeutet ganz einfach ‚Bär‘ in Hindi. Damit stellt der Name einen Bezug zum natürlichen Lebensraum der Tiere dar und passt auch sehr gut zu den Namen der Eltern: Kaveri und Rajath.“
Der Lippenbär-Nachwuchs ist nun täglich auf der Außenanlage zu sehen. Mutter und Jungtier werden jedoch weiterhin die Möglichkeit haben, sich hinter die Kulissen zurückzuziehen und sind daher eventuell nicht durchgängig zu sehen. Im Zoo Berlin leben neben dem Lippenbär-Baby und dessen Eltern noch die betagte Bärin Sutra (20) und ihr Sohn Jürgen (14).
Rund 40 % der Säugetierarten im Zoo Berlin werden einer der Bedrohungskategorien der IUCN zugeordnet, durch Erhaltungszucht und Auswilderungs-Projekte spielt der Zoo Berlin eine wichtige Rolle im internationalen Arten- und Naturschutz. „Wir möchten mit unserer Patenschaft den Zoo in seinem Artenschutzziel unterstützen“, erläutert Andreas Irmer, der Geschäftsführer der Berliner Stadtwerke GmbH. „Arten- und Klimaschutz gehen Hand in Hand und sind uns ein großes Anliegen. Deshalb wollen wir, dass Berlin bis 2050 Klimaneutralität erlangt. Um dieses Ziel zu erreichen, konzentrieren sich die Berliner Stadtwerke zum Beispiel auf die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen.“
Hintergrund
Die Berliner Stadtwerke GmbH haben im März 2017 die Patenschaft für den kleinen Lippenbären Balou übernommen. Sie sind eine 100-prozentige Tochter der Berliner Wasserbetriebe und investieren in den Aufbau von Solar-, Windkraft- und BHKW-Anlagen zur dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energien. Der „berlinStrom“ der Stadtwerke kann bereits von allen Berliner Haushalten genutzt werden. Angebote und Informationen auf www.berlinerstadtwerke.de.



