2023: Es geht hoch hinaus

Ausblick für Zoo und Tierpark Berlin: Gästeaufkommen mit 5,2 Mio. fast wie vor Corona

    Nach drei Jahren voller Herausforderungen und einiger Unwegsamkeiten steht Zoo und Tierpark Berlin im wahrsten Sinne des Wortes ein großartiges Jahr bevor. Denn mehrere Langzeit-Projekte befinden sich mittlerweile in den letzten Zügen der Fertigstellung. Und eines eint die aktuellen Projekte des Zoos der Zukunft: Es geht hoch hinaus!

    Nashorn-Pagode im Herzen der Großstadt

    Die glänzende Spitze des 25 m hohen Turms der neuen Nashorn-Pagode strahlt weit über die Tore des Zoo Berlin hinaus – im Frühjahr 2023 kann das neue Habitat für Panzernashörner für die Gäste eröffnet werden. Auf rund 13.000 Quadratmeter werden die Besucher*innen nicht nur den sumpfigen Lebensraum von Panzernashorn, Tapir und Pustelschwein entdecken können, sondern sich im beeindruckenden Denkmal für den Artenschutz ganz konkret mit dem Thema Artensterben befassen. Was bedeutet der Verlust der Biodiversität? Welche Erfolgsgeschichten gibt es und wie kann man selbst Artenschützer*in werden? Neben dem bereits im Berlin lebenden Panzernashorn Betty, werden auch weitere Nashörner die neue Sumpflandschaft beziehen. Erstmals wird es hier möglich sein, die mehr als zwei Tonnen schweren Kolosse beim Baden unter Wasser zu beobachten.

    Den Urzeitriesen ganz nah!

    Der Dinosaurier ist das berühmteste Symbol für ausgestorbene Tierarten. Doch 66 Millionen Jahre nach dem Verschwinden der Dinosaurier ist das Thema wieder hochaktuell, denn derzeit erlebt die Erde das sechste große Artensterben der Erdgeschichte. In einer neuen Ausstellung geht der Tierpark Berlin der Frage auf den Grund, welche faszinierenden Fähigkeiten die Evolution damals hervorbrachte und was heutige Tiere mit den Dinosauriern der Urzeit eint. Lebensgroße Nachbildungen der fossilen Reptilien des Erdmittelalters werden ab April 2023 für die Gäste zu sehen sein. Neben dem berühmten Jäger Tyrannosaurus rex und dem über 20 Meter großen Brachiosaurus werden auch der Triceratops sowie viele weitere lebensgroße Dino-Nachbildungen – teilweise erstmalig in Deutschland – zu sehen sein. Die neue Dino-Erlebniswelt wird ohne Aufpreis im Eintritt für den Tierpark Berlin enthalten sein, selbstverständlich auch für Jahreskartenbesitzer*innen.

    Auge in Auge mit dem höchsten Säugetier der Erde

    Im Tierpark Berlin werden die Gäste den mit bis zu sechs Meter großen Säugetieren und somit höchsten Tieren des Planeten zukünftig auf Augenhöhe begegnen und mehr über diese faszinierenden Savannenbewohner erfahren können. Der insgesamt rund 120 Meter lange hölzerner Giraffenpfad wird durch einen kleinen Wald und eine 2,20 Meter hohe Aussichtsplattform auf die Savannenlandschaft führen. In einem abgetrennten Bereich werden Gäste zu bestimmten Zeiten sogar die Möglichkeit haben, auf Tuchfühlung mit Giraffen zu gehen. Unter Anleitung können sie die sanften Riesen füttern und dabei die etwa 50 Zentimeter lange Giraffenzunge aus nächster Nähe bestaunen. Die Reise durch den einzigartigen Lebensraum der Giraffe wird in einem kleinen Forschungscamp zum
    Giraffenschutz enden. Das Richtfest für den Giraffenpfad steht kurz bevor, sodass das neue Areal im Tierpark Berlin nach aktueller Planung noch vor dem Sommer 2023 eröffnen kann.

    Das Jahr 2022: Geprägt von Ausnahmesituationen

    „Der Umgang mit Tieren führt uns vor Augen, dass wir nur ein kleiner Teil im großen Kreislauf der Natur sind. Sich für den Schutz anderer Mitgeschöpfe und ihrer Lebensräume einzusetzen ist ein Ziel, für das sich unser voller Einsatz und Herzblut lohnen“, erklärt Zoo und Tierpark Direktor Dr. Andreas Knieriem seine Motivation. „Wir sind sehr dankbar, dass uns so viele Menschen auf unserem Weg unterstützen“, ergänzt er. Die Weiterentwicklung von Zoo und Tierpark zu modernen Einrichtungen wird von der Gesellschaft mit vielen Besuchen honoriert: Die Besucher*innen verbringen ihre Zeit wieder so häufig und gerne in Zoo und Tierpark Berlin, wie vor der Pandemie. Nachdem die Besucherströme nach schweren Corona-Jahren bereits im Jahr 2021 leicht anstiegen, konnte nun ein neuer Rekord nach Corona erreicht werden: Mit rund 5,2 Mio. Gästen schließt die Entwicklung trotz Corona-Einschränkungen im 1. Quartal 2022, Vogelgrippe im Zoo, Inflation und Kaufzurückhaltung fast nahtlos wieder an Vorcorona-Zeiten an.

     

    2022

    2021

    2020

    2019

    Zoo Berlin

    3.636.430

    2.344.236

    2.267.398

    3.729.999

    Tierpark Berlin

    1.606.220

    1.265.569

    1.220.166

    1.726.143

    Gesamt Zoo + TP

    5.242.650

    3.609.805

    3.487.564

    5.456.142

    In der Retrospektive dominierten viele nicht alltägliche Themen den Alltag von Zoo und Tierpark Berlin: Nach dem Kriegsausbruch im Osten Europas begann für die dortigen Kolleg*innen und deren tierische Schützlinge in der Ukraine eine bis zum heutigen Tag andauernde schwere Zeit. Über das gesamte Jahr waren Zoo und Tierpark Berlin mit anderen Zoos, Umwelt- und Tierschutz-Initiativen im Kontakt und konnten – dank der zahlreichen Unterstützer*innen – über 400.000 Euro Spenden für die Ukraine sammeln. Diverse Hilfslieferungen mit Tierfutter und Co. konnten aus Berlin in die Ukraine geschickt werden. Zuletzt Ende Januar 2023 konnte der Zoo Kiew dringend benötigten Generatoren und Futtermitteln aus Berlin in Empfang nehmen.

    Für den Zoo Berlin konnte zum Ende des Jahres 2022 eine drohende Katastrophe abgewendet werden: Nachdem am 18. November 2022 ein im Zoo verstorbener Vogel positiv auf die Vogelgrippe getestet wurde, blieben die Tore des Zoos für fünf Wochen als vorsorglich Quarantänemaßnahme geschlossen. Auch nach diversen Testungen trat glücklicherweise kein weiterer Fall auf und die Tötung des gesamten Vogelbestands konnte dank engagiertem Einsatz aller Beteiligten abgewendet werden. Auch intern haben sich Zoo und Tierpark weiterentwickelt: Die Expertise der neu gegründeten Abteilung für Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung, wurde auch extern in Anspruch genommen. Rund 200 Fische aus dem geplatzten Aqua-Dom wurden in Absprache mit den zuständigen Behörden im Aquarium Berlin aufgenommen und tiermedizinisch versorgt. Unter den aufgenommenen Tieren sind neben Buntbarschen und Doktorfischen, auch Arten wie Falscher Clownfisch, Picasso-Drückerfisch, Silberflossenblatt und Fledermausfisch.

    Die Zoologischen Gärten Berlin pflegen knapp 30.000 Tiere aus rund 1.500 verschiedenen Arten. Damit sind sie weiterhin die artenreichste zoologische Einrichtung der Welt.

    Zahlen im Überblick

    Zoo Berlin (mit Aquarium)

    Tierpark Berlin:

    Gäste: 3.636.430 (2021: 2.344.236)

    Tiere: 19.583 (2021: 19.444)

    Arten: 1.063 (2021: 1.074)

    Gäste: 1.606.220 (2021: 1.265.569)

    Tiere: 8.055 (2021: 6.380)

    Arten: 639 (2021: 645)

     

    Öffnungszeiten

    Heute, 13. Juli
    9:00 - 18:30 Uhr
    Letzter Einlass: 17:00 Uhr
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    Fütterungen & Trainings

    • Alle sind satt – heute keine Fütterungen mehr
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