Verstärkung für die Savanne

Seltene Kordofan-Giraffe im Zoo Berlin angekommen

Foto: © Zoo Basel

Der Zoo Berlin freut sich über einen ganz besonders majestätischen Neuzugang: Kordofan-Giraffe Vizuri (geb. 7.Mai 2024) aus dem Zoo Basel ist wohlbehalten in der Hauptstadt angekommen. Mit seiner Ankunft erhält die Giraffen-Junggesellen-WG des Zoo Berlin einen neuen charmanten Mitbewohner.

Das historische Antilopenhaus wird derzeit umgestaltet, um ein neues Zuhause für die stark gefährdeten Waldgiraffen - die Okapis - zu schaffen. In diesem Zusammenhang wird auch die Giraffenhaltung modernisiert. Durch die Zusammenführung der früheren Giraffenanlage mit der angrenzenden Antilopenanlage entsteht im nordwestlichen Teil des historischen Hauses eine kleine Savannenlandschaft. Die Giraffen werden sich dieses neue Zuhause mit weiteren Tierarten teilen. Die Fertigstellung der Umbaumaßnahmen ist für Sommer 2026 geplant. Kuratorin Dr. Jennifer Hahn ergänzt: „Vizuri gewöhnt sich nun Schritt für Schritt an sein neues Zuhause. Wir beobachten ihn genau und sorgen dafür, dass er sich in seinem eigenen Tempo eingewöhnen kann. Sein Wohlbefinden steht immer an erster Stelle. Daher wird das Antilopenhaus auch nochmal phasenweise geschlossen.“ Nach einer Eingewöhnungsphase soll Vizuri dann voraussichtlich in der kommenden Woche auch für die Zoo-Gäste zu sehen sein.

Die Kordofan-Giraffe zählt zu den am stärksten gefährdeten Unterarten der Giraffen und wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Seit den 1980er Jahren ist die Population aufgrund von Lebensraumverlust und Wilderei um mehr als 80% gesunken . Heute sind Kordofan-Giraffen nur noch in Kamerun, Chad, der Zentralafrikanische Republik und im Südsudan zu finden. Der Name „Kordofan“ verweist auf die nordostafrikanische Region, aus der die Tierart ursprünglich stammt. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bildet sie zusammen mit der Nubischen und der Westafrikanischen Giraffe die Art der Nord-Giraffen. „Nur wenigen Menschen ist es möglich, die Tiere der afrikanischen Savannen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Bei der vom Aussterben bedrohten Kordofan-Giraffe gilt dies in besonderem Maße als seltenes Privileg. Weltweit leben heute weniger als 2.000 Individuen dieser Unterart. Hinzu kommt, dass sie in den bekanntesten und meistbesuchten Schutzgebieten Afrikas, etwa im Kruger National Park, im Serengeti National Park oder in der Masai Mara National Reserve, nicht vorkommt,“ bestätigt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

Berlin blickt auf eine lange Tradition in der Giraffenhaltung zurück: Bereits 1864 war hier erstmals eine Giraffe zu sehen. Seit 1872 prägt zudem ein eigens für diese majestätischen Tiere errichtetes Tierhaus das Bild des Zoos und zählt bis heute zu seinen architektonischen Wahrzeichen. Die Patenschaft für alle Giraffen in Berlin hat die HOWOGE übernommen.

„Berlin World Wild“, das Artenschutzprogramm von Zoo und Tierpark Berlin, unterstützt bereits seit 2017 das Wild Nature Institute in Tansania, um die Giraffen in ihrem natürlichen Lebensraum besser zu schützen. Die Wissenschaftler*innen des Wild Nature Institute erforschen die Tiere vor Ort, um wirkungsvolle Maßnahmen zum Giraffenschutz empfehlen zu können. Zudem betreiben sie Umweltbildung, um vor allem bei Schulkindern in Tansania eine Faszination für das größte Landsäugetier der Welt zu wecken.

Schon gewusst, dass…

  • ...das Herz einer Giraffe etwa 12 kg wiegt?
  • …Giraffen sieben Halswirbel haben, genauso viele wie Menschen?
  • … Giraffen mit ihrer bis zu 50 cm langen, robusten Zunge sogar dornige Akazientriebe ganz mühelos fressen?
  • ... Giraffen nur ca. eine halbe Stunde pro Tag im REM- Schlaf verbringen?

Öffnungszeiten

Heute, 15. April
9:00 - 18:30 Uhr
Letzter Einlass: 17:00 Uhr
Öffnungszeiten

Fütterungen & Trainings

  • Alle sind satt – heute keine Fütterungen mehr
Alle Fütterungen

Plan

Plan