Zoo Tier-News

Meng Meng wird vier

Zoo Berlin feiert den ersten Panda Geburtstag seit 5 Jahren.

Heute kann es regnen,
stürmen oder schneien,
denn du strahlst ja selber
wie der Sonnenschein.
Heut ist dein Geburtstag,
darum feiern wir,
alle deine Freunde
freuen sich mit dir.

Wie schön dass du geboren bist,
wir hätten dich sonst sehr vermisst.
wie schön dass wir beisammen sind,
wir gratulieren dir, Geburtstagskind!


Mit dem Geburtstagsständchen sollte heute alles klappen, schließlich hatten die Panda-Fans einige Wochen lang Zeit, den chinesischen Namen von Panda-Dame Träumchen zu üben: Meng Meng, Mong Mong, Mang Mang, Möng Möng – die richtige Betonung liegt irgendwo dazwischen. Zu ihrem vierten Geburtstag bekam die junge Bärin von ihren Tierpflegern eine Bambus-Eistorte geschenkt – das Ergebnis eines deutsch-chinesischen Gemeinschaftsprojekts aus der Zoo-Küche.

Das Panda-Weibchen, welches an seinem runden Gesicht und der kurzen Schnauze zu erkennen ist, ist in ihrer chinesischen Heimat ein richtiger Star. Die muntere Bärin wurde am 10. Juli 2013 in Chengdu geboren und erhielt die Zuchtbuchnummer 868. Ihre Mutter heißt Er Yatou, ihr Vater ist Yong Yong.

Inzwischen wiegt sie rund 83 kg und hat mit ihrer aufgeweckten Art den Zoo bereits ordentlich aufgemischt. Lange bevor der Alltagstrubel im Zoo begann, haben Tierpfleger und Tierärzte ihr die Möglichkeit gegeben, sich mit ihrem neuen Reich in aller Ruhe vertraut zu machen. Bei Meng Mengs erstem Ausflug auf die Außenanlage fand sie besonderen Gefallen an einer alten Eiche. Nach einem kleinen, aufregenden Abstecher in ungeplante Höhen, testete sie bei der weiteren Eroberungstour des Panda Garden ihre Schaukel, stampfte durch den Wasserlauf und erklomm zum ersten Mal ihr Klettergerüst.

„Die kleine Meng Meng ist einer der niedlichsten Pandas, die ich je gesehen habe. Wir haben uns alle sofort in sie verliebt“, gesteht Revierleiter Christian Toll. „Wir freuen uns, dass unsere Meng Meng nun in Deutschland ihren Geburtstag feiert und sich so gut hier eingelebt hat“, sagt Zheng Hao, Pandapfleger aus Chengdu.

Gefährdung der Pandas

Die als Heiligtümer verehrten Großen Pandas sind wie kein anderes Tier zum Symbol des Artenschutzes geworden. Einst erstreckte sich ihr Lebensraum vom Nord-Osten Chinas bis nach Myanmar und Vietnam. Heute findet man die Pflanzenfresser lediglich in den lichten Laub- und Nadelwäldern der chinesischen Bergregionen rund um die Provinzen Sichuan, Shaanxi und Guanzu. Wie die letzte große Pandazählung der staatlichen Forstbehörde Chinas zeigte, lebten im Jahr 2014 mindestens 1.864 Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum – 17% mehr als noch im Jahr 2004. Trotz erfolgreicher Schutzbemühungen ist das Überleben der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum noch immer nicht gesichert – vielmehr wird der Große Panda immer noch als „gefährdet“ in der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) eingestuft.

Über alle Panda-Neuigkeiten berichtet der Zoo Berlin auf seinem Panda-Blog: www.zoo-berlin.de/panda-blog