Zoo Tier-News

Mamas Liebling – Mats!

Bonobo-Nachwuchs im Zoo Berlin hat einen Namen.

Knapp 1.000 Vorschläge in nur fünf Tagen! Vom 15. bis zum 19. Mai rief der Zoo Berlin über die sozialen Netzwerke zur großen Namenssuche auf. Seit Mittwoch Nachmittag steht nun fest: Der kleine Bonobo-Junge soll „Mats“ heißen!

Eine ausgewählte Zoo-Jury – bestehend aus Tierpflegern, Kurator und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem – suchten aus der Vielzahl an Vorschlägen den am besten passenden Namen heraus. Wie in Berlin so üblich, handelt es sich bei Mats um einen Spitznamen. Er steht für den afrikanischen Namen „Matayo“, der übersetzt „Geschenk“ bedeutet. „Der kleine Mats ist ein Geschenk für die gesamte Tierart“, erklärt Knieriem. „Vor allem durch den Lebensraumverlust und die Wilderei gelten Bonobos heute als stark gefährdet.“

Mats kuschelt sich noch ausschließlich in die schützenden Arme von Mutter Opala (21). Erst in etwa 6 Monaten wird der Kleine auch selbstständig seine Umgebung erkunden und erste „feste Nahrung“ zu sich nehmen. Je nach Witterung ist die gesamte Bonobo-Gruppe draußen auf der Außenanlage oder im Menschenaffenhaus für die Zoo-Besucher zu sehen.

Hintergrund
Am 10. Mai 2019 brachte Bonobo Opala im Zoo Berlin ihr drittes Jungtier zur Welt. Neben ganz viel Zuwendung und Wärme braucht der kleine Mats natürlich auch jede Menge Muttermilch. Nahezu stündlich bedient er sich an Mamas Milchbar. Erst in etwa 6 Monaten wird Mats Stück für Stück seine Umgebung erkunden und auch erste Happen Blätter, Früchte und Kräuter probieren.

Die IUCN (Weltnaturschutzunion) stuft den Bonobo heute als vom Aussterben bedrohte Tierart ein. Neben dem Lebensraumverlust ist die Wilderei für den Buschfleischhandel die größte Bedrohung der Bonobos. Zur Erhaltung der Art unterstützt der Zoo Berlin den Verein Bonobo Alive e.V.. Diese gemeinnützige Organisation setzt sich für den Schutz der Bonobos im Salonga Nationalpark in der Demokratische Republik Kongo ein.