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Kulleraugen zum Verlieben

Doppelter Seehund-Nachwuchs im Zoo Berlin

Seehund-Babys sind sie zwar noch deutlich kleiner als ihre Eltern, aber eines können sie schon mindestens genauso gut: Mit ihren großen Kulleraugen Herzen zu schmelzen bringen! Im Zoo Berlin sind in den letzten Tagen gleich zwei junge Seehunde zur Welt gekommen.

An Land unbeholfen-robbend, im Wasser dynamisch-elegant – die Seehunde gehören wahrlich zu den Besucherlieblingen im Zoo Berlin. Und die Begeisterung dürfte seit dieser Woche umso größer sein. So wurden am 8. und am 10. Juli 2019 zwei der liebenswürdigen Meeressäuger geboren, die von nun an die Berliner Seehund-Gruppe verstärken.

Am vergangenen Montag brachte Seehündin Shiva (24) nach einer Tragzeit von rund elf Monaten das erste der beiden Jungtiere zur Welt. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch folgte dann der Nachwuchs von Molly (14). Das Geschlecht der beiden Neuzugänge ist bisher noch unbekannt. Kleine Seehunde müssen möglichst schnell selbstständig werden, da sie an Land leichte Beute sind. Daher werden sie bereits mit dem glatten Fell erwachsener Tiere geboren und können schon von Geburt an schwimmen. „Die Muttermilch von Seehunden ist so nährreich, dass die Jungtiere in Windeseile wachsen und schon nach zwei Monaten nicht mehr gesäugt werden müssen“, erklärt Tierarzt und Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem.

Seehunde kommen auf der gesamten Nordhalbkugel an den Küsten des Atlantiks und Pazifiks vor und sind auch in der Nord- und Ostsee zuhause. Zwar haben sich die drastisch gesunkenen Bestände Dank Jagdverbot weltweit wieder gut erholt, doch gilt der Seehund in Deutschland noch immer als gefährdete Art. Neben den beiden Müttern und ihrem Nachwuchs leben derzeit Vater Leopold (23) sowie die Seehunde Lara (20), Yohanna (3) und Gregor (2) im Zoo Berlin.