Größte Katze der Welt zieht in die Hauptstadt

Zugezogen Maskulin: Zwei Amurtiger leben nun im Reich der Jäger im Zoo Berlin

  • Amur-Tiger
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    Berlin ist um zwei tierische Größen reicher: Die beiden Amurtiger-Brüder Friedrich (1) und Hubertus (1) haben in dieser Woche ihr neues Zuhause im Reich der Jäger gefunden. Die beiden Kater wurden am 30. Mai 2024 als Teil eines Vierlingswurfs im Allwetterzoo Münster geboren. Ihre Geschwister sind inzwischen in die Zoos Amersfoort und Zlín-Lešná umgezogen. Mit ihnen kehrt die größte Unterart des Tigers nach Berlin zurück. Zuletzt lebte der Amurtiger Darius (16) bis 2022 im Zoo Berlin.

    „Die beiden Amurtiger sind gut angekommen und erkunden aufmerksam ihre neue Umgebung“, berichtet Säugetierkurator Dr. Florian Sicks. „Die beiden Tiger sind bereits seit ihrer Ankunft für alle Zoo-Gäste zu sehen.“ Die Tigeranlage im Reich der Jäger bietet den beiden jungen Katern vielfältige Möglichkeiten zur Beschäftigung und zum Rückzug. Unterschiedliche Geländeformen wie erhöhte Liegeplätze, Höhlen und ein großzügiger Wasserbereich fördern ein arttypisches Verhalten und laden die Tiere dazu ein, ihre Umgebung aktiv zu erkunden.

    „Momentan steht in den Zoologischen Gärten Berlin alles im Zeichen der Tiger“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Ein moderner Zoo ist niemals „fertig“. Kontinuierliche Anpassungen und Weiterentwicklungen sind essenziell. Ich bin aber auch froh, dass mit Abschluss der beiden zentralen Baustellen im Zoo - der Tigeranlage und des Antilopenhauses - endlich wieder ein bisschen Ruhe und Ordnung einkehrt in diesem Frühling.“ Kurz vor dem Einzug der Brüder ist Sumatra-Tiger Luise (3) in die gegenüberliegende neue Netzanlage zu Kater Banyu (2) gezogen. Der zweite Berliner Sumatra-Tiger, Lotte (3), ist im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Großbritannien umgezogen.

    Der Amurtiger, auch Sibirischer Tiger genannt, ist die größte lebende Katzenart der Welt. Männliche Tiere können ein Gewicht von über 300 Kilogramm erreichen. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über die Wälder des russischen Fernen Ostens sowie angrenzende Gebiete in Nordostchina. Er ist der einzige Tiger, der auch im Schnee lebt. Das dichte, vergleichsweise helle Fell mit weit auseinanderliegenden Streifen schützt sie vor extremen Temperaturen und bietet zugleich Tarnung in ihrem Lebensraum. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit zählt die Unterart zu den bedrohten Großkatzen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt den Amurtiger auf der Roten Liste als „stark gefährdet“. Hauptursachen hierfür sind Lebensraumverlust, Wilderei sowie Konflikte mit dem Menschen. Schätzungen zufolge leben nur noch wenige hundert Tiere in der Wildnis.

    Wussten Sie, dass….

    • …jeder Amurtiger ein einzigartiges Streifenmuster besitzt?
    • …ihre Pfoten so groß wie Untertassen sind – ideal, um auf weichem Untergrund nicht einzusinken?
    • …im Gegensatz zu vielen Hauskatzen Amurtiger gerne schwimmen?
    • …ihr Fell länger und dichter wächst als bei anderen Tigerarten?
    • …das Nachtsehvermögen eines Tigers sechsmal stärker als das eines Menschen ist?

    Fotos: © Arlinghaus

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