Ein kleiner Höhlenkobold auf vier Pfoten

Zoo Berlin freut sich über Erdferkel-Nachwuchs

    Mit seinen riesigen Schlappohren und dem langen Rüssel wirkt der jüngste Bewohner des Zoo Berlin fast so, als wäre er direkt einer nordischen Saga entsprungen, irgendwo zwischen Troll und Waldgeist. Tatsächlich gehört das wunderliche kleine Wesen zu einer der außergewöhnlichsten Säugetierarten Afrikas - dem Erdferkel. Am 11. Juli 2026 brachte Erdferkel-Weibchen Memphis (7) ein gesundes Jungtier zur Welt. Vater ist erneut der zehnjährige Kito. Beide Tiere sind auch die Eltern von Frieda, die im April letzten Jahres geboren wurde.

    „Die erfolgreiche Nachzucht bei unseren Erdferkeln ist ein schöner Beleg dafür, wie gut Memphis und Kito als Elternpaar harmonieren. Memphis zeigt sich als äußerst fürsorgliche Mutter und versorgt ihren Nachwuchs vorbildlich. Dass das Jungtier seit seiner Geburt bereits auf rund drei Kilogramm herangewachsen ist und sich sehr gut entwickelt, stimmt uns ausgesprochen optimistisch. Für unsere Gäste ist es außerdem eine besondere Gelegenheit, den Nachwuchs einer Tierart zu erleben, die selbst in ihrem natürlichen Lebensraum nur äußerst selten zu beobachten ist“, freut sich Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Das Geschlecht des Jungtiers lässt sich derzeit noch nicht eindeutig bestimmen. Aktuell verbringt der kleine Nachwuchs noch viel Zeit mit Mutter Memphis in einer speziellen Wurfhöhle. Inzwischen verlässt die erfahrene Erdferkelmutter die Höhle jedoch immer häufiger. Wann sie ihr Jungtier erstmals nach draußen – und damit auch für Gäste sichtbar – mitnimmt, entscheidet sie selbst. Mit etwas Glück kann das Jungtier daher bereits in den nächsten Tagen bei seinen ersten vorsichtigen Erkundungen auf der Anlage beobachtet werden.

    In der kritischen Anfangszeit haben ihre Tierpfleger*innen den Beiden größtmögliche Ruhe gegeben und sich dem Jungtier nur für kurze Gesundheits- und Gewichtskontrollen genähert. „Die ersten Lebenswochen sind bei Erdferkeln besonders sensibel. Trotz einer Tragezeit von rund acht Monaten kommen die Jungtiere vergleichsweise klein und noch wenig selbstständig zur Welt. In den kommenden sechs Monaten wird das junge Erdferkel kontinuierlich an Gewicht zulegen und von der Mutter gesäugt werden. Ausgewachsene Erdferkel können anschließend bis zu 65 Kilogramm schwer werden“, erklärt Säugetierkurator Dr. Florian Sicks. Wie schnell aus einem winzigen Erdferkel ein stattliches Tier wird, zeigt Frieda, die andere Tochter von Memphis und Kito eindrucksvoll. Diese lebt derzeit mit ihrem Vater Kito hinter den Kulissen und ist mit etwas mehr als einem Jahr anhand der Größe kaum noch von ihrer Mutter zu unterscheiden.

    Ein Besuch im Nachttierhaus lohnt sich jedoch nicht nur wegen der kleinen Erdferkelfamilie. Hier leben auch die quirligen Springhasen, die mit ihren kräftigen Hinterbeinen durch die Anlage hüpfen sowie die springfreudigen Senegal-Galagos, die sich ihren Lebensraum mit den Erdferkeln teilen, genau wie in ihrer afrikanischen Heimat. Dank des umgekehrten Tag-Nacht-Rhythmus im Nachttierhaus können Zoo-Gäste außerdem zahlreiche weitere nachtaktive Tiere beobachten, bevor sie eine Etage höher im Reich der Jäger die Welt der großen und kleinen Räuber erwartet. Hier ziehen unter anderem die beiden Neuzugänge Komodowaran Drakaris und der Schwarze Jaguar Tikal die Blicke auf sich.

    Wer den jüngsten Zoo-Bewohner künftig unterstützen möchte, kann dies übrigens auch als Patin oder Pate tun – das kleine Erdferkel ist noch auf der Suche nach seinen Tierpaten: Patenschaften im Zoo Berlin – Zoo Berlin

    Öffnungszeiten

    Heute, 24. Juli
    9:00 - 18:30 Uhr
    Letzter Einlass: 17:00 Uhr
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    Fütterungen & Trainings

    • Alle sind satt – heute keine Fütterungen mehr
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