Zoo Tier-News

Das schönste Herzklopfen Berlins

Ultraschall-Untersuchung zeigt mindestens ein Panda-Baby im Zoo Berlin

Bum-bum, bum-bum, bum-bum: Mit schnellen Schlägen schlägt das kleine Herz von Berlins lang ersehntem Panda-Nachwuchs. Am heutigen Dienstag zeigte sich Meng Mengs (6) kleiner Mini-Panda beim Ultraschall nun erstmals den Experten. Noch ist der Nachwuchs zwar winzig, bis zur Geburt dauert es trotzdem nicht mehr lange.

Mit ein paar Apfelstückchen, Panda-Keksen und Honigwasser konnten die Tierpfleger Meng Meng heute Morgen dazu bewegen, sich für den Ultraschall für ein paar Minuten auf den Rücken zu legen. Nach erfolglosen Versuchen in der letzten Woche konnte Prof. Dr. Thomas Hildebrandt, Spezialist für Reproduktionsmanagement des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die rund 92 kg schwere Panda-Dame untersuchen. Dabei konnte – knapp 20 Wochen nach Meng Mengs und Jiao Qings erstem Kennenlernen – ein kleines kräftig schlagendes Herz entdeckt werden. „Wir sind voller Freude über diese Nachricht. Bei bedrohten Tierarten wie den Pandas ist jeder Nachwuchs ein großes Geschenk“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Panda-Jungtiere werden nach rund vier bis sechs Monaten Tragzeit nur spärlich beharrt blind und geboren, mit einem Gewicht von meist nur 90 bis 130 Gramm bringt der Nachwuchs nur ein Bruchteil des Gewichts seiner Mutter auf die Waage.

Die Ergebnisse der Hormon-Untersuchungen, Meng Mengs Verhalten und die Größe des Jungtiers lassen auf eine Geburt in den nächsten ein bis zwei Wochen schließen. Für den Fall der Fälle sind die chinesischen Experten und das Team des Zoo Berlin gut vorbereitet. Rund um die Uhr haben Tierpfleger, Veterinäre, Biologen und die chinesischen Aufzuchtexperten ein wachsames Auge auf die werdende Panda-Mama, seit dem vergangenen Wochenende werden sogar Nachtschichten im Panda Garden geschoben. In den kommenden Tagen wird Meng Meng weiterhin hinter den Kulissen beobachtet werden. „Wir halten uns zurück und stehen bereit, greifen aber nur ein, wenn es nötig ist“, ergänzt Knieriem. Der werdende Vater Jiao Qing ist indes weiterhin für die Besucher zu sehen, bei der Jungenaufzucht sind Panda-Papas nicht beteiligt.

Panda-Würfe bestehen aus ein oder zwei, selten sogar drei Jungtieren. Auch wenn nur ein Jungtier bei der Ultraschall-Untersuchung entdeckt werden konnte, besteht immer noch die Chance auf eine Mehrlingsgeburt.

Hintergrund
Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Die aktuelle Zählung des weltweiten Bestandes an Großen Pandas geht von nur noch etwa 1.860 ausgewachsene Große Pandas im natürlichen Lebensraum aus, daher wird der Große Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr, welche zu 100 Prozent in den Artenschutz fließt. Mit dem Beitrag wird Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der beliebten Bambusbären finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.