Sumatra-Orang-Utan

(Pongo abelii)

Der Orang-Utan gehört zu den Menschenaffen und fühlt sich als Waldbewohner in den Baumwipfeln am wohlsten. Beide Arten, Borneo-Orang-Utans (Pongo pygmaeus) und Sumatra-Orang-Utans (Pongo abelii) – letztere sind im Zoo Berlin zu sehen – sind stark vom Aussterben bedroht, da ihr Lebensraum gefährlich schnell schrumpft.

STECKBRIEF

Herkunft
Asien, Indonesien, im Nordwesten der Insel Sumatra
(eine weitere Art auf Borneo)

Lebensraum
tropischer Regenwald

Nahrung
Blätter, Blüten und Früchte wie zum Beispiel Durian
sind die Leibspeise, ab und zu auch Insekten als
Proteinlieferanten.

 

Größe
100 bis 140 cm Standhöhe

Gewicht
40 bis 100 kg

Tragzeit
8-9 Monate

Bestand
Auf Borneo ca. 49.500 / Auf Sumatra ca. 7.300

 

Wissenswertes zum Orang-Utan
Orang-Utans haben mit einer Armspanne von mehr als zwei Metern die perfekten Voraussetzungen für ein Leben in den Bäumen. Hier finden sie ihre hauptsächlich vegetarische Kost, die von der Rinde bis zu den Blättern und Früchten der Bäume alles beinhaltet.

Nesthocker mit enger Mutterbindung
Die Menschenaffen sind im Gegensatz zu vielen Verwandten Einzelgänger. Orang-Utan Jungen pflegen lange eine enge Bindung an ihre Mutter. Erst mit fünf bis sieben Jahren verlässt der Nachwuchs die Mutter, wobei sich die Weibchen selbst dann ein Gebiet ganz in der Nähe suchen.

Schlau abhängen
Nur weil Orang-Utans gerne mal im Laubdach ein Schläfchen machen, heißt das nicht, dass sie keine hellen Köpfchen wären. Lange Zeit wurde die Intelligenz dieser Menschenaffen unterschätzt. Sie steht allerdings der von Schimpansen und Gorillas in nichts nach.

Stimmt es, dass...?
Der Ruf eines Orang-Utan-Männchens ist absolut unverwechselbar und hallt extrem weit. Sein schallendes Organ lässt Waldbewohner im Umkreis von bis zu acht Kilometern aufhorchen. Der Orang-Utan stößt eine lange Folge an lauten Brülltönen aus, bevor diese zu einem Gurgeln und Stöhnen werden – unverkennbar und durchdringend.