Rosaflamingo

(Phoenicopterus roseus)

Flamingos setzen ihren einzigartigen Schnabel wie eine Schöpfkelle ein und lassen das Wasser durch eine Art Filter am Rand des Schnabels entweichen, zurück bleiben die winzigen Lebewesen aus dem Wasser. Ihre Federfärbung erhalten die rosaroten Vögel mit den langen Hälsen aus der Nahrung: Kleine rötliche Krebse sind dafür verantwortlich. Die Leber der Flamingos verwandelt die Farbstoffe in winzige Teile, welche dann in ihre Federn wandern.

STECKBRIEF

Herkunft
Afrika, Südeuropa, Asien

Lebensraum
flache Salzseen, Strände und Buchten

Nahrung
kleine Krustentiere, Larven, Wasserinsekten
und Algen

Bestand
Nicht Gefährdet

Größe
1,20 -bis 1,50 m

Gewicht
2 - 4 Kilo

Brutzeit
28 - 32 Tage

 

Eingebautes Sieb
Flamingos besitzen einen ganz besonderen Schnabel. Dank kleiner Lamellen an den Rändern können sie
Futter ganz einfach filtern. Sie schwingen ihren Schnabel kopfüber durch Wasser, saugen es ein und
lassen es ablaufen – hängen bleiben die Leckerbissen.

Kraftfutter für die Kleinen
In den ersten Wochen wird der Nachwuchs mit sogenannter „Kropfmilch“ gefüttert. Beide Eltern produzieren diese eiweiß- und fettreiche Energiebombe im oberen Verdauungstrakt und geben es über den Schnabel weiter. Für die Filtertechnik ist der Schnabel der Küken noch nicht gut genug entwickelt.

Schon gewusst, dass ...

... Flamingos seit den 1980er-Jahren auch in Deutschland und Mitteleuropa brüten?

... Treue nicht hoch im Kurs steht und Flamingos sich jedes Jahr einen neuen Partner suchen?

... und rund 30 cm tiefe Nistmulden in den Schlamm buddeln, damit die Flut ihre Eier nicht fortspült?