Vision – Über uns

Berlin, Bahnhof Zoologischer Garten: Moderne Hoteltürme ragen in den Himmel, unter bunten Werbetafeln tragen Touristen große Einkaufstüten durch die Menge und Schnellzüge starten in alle Richtungen Deutschlands.

Hinter dem großen mit anmutigen Löwen aus Stein geschmückten Eisentor am Hardenbergplatz wartet jedoch die zauberhafte Welt der Tiere. Das schwere Spitzmaul-Nashorn freut sich über eine große Ration saftiges Gras, die Giraffen recken neugierig ihre langen Hälse und das laute Rufen der Affen ist über den ganzen Zoo zu hören… Herzlich Willkommen im Zoo Berlin! 

Der artenreichste Zoo der Welt - mitten im Herzen der Stadt

Von A wie Ameisenbär bis Z wie Zweifingerfaultier – über 19.400 tierische Bewohner aus rund 1.400 Arten leben in Zoo und Aquarium insgesamt. Einzigartig in Deutschland: Seit Sommer 2017 zählen dazu auch die Pandas Meng Meng und Jiao Qing. Im Zoo Berlin sind neben exotischen Vertretern wie Okapis und Axolotl auch bedrohte Haustierassen zu finden. Zu Berlins bekanntesten tierischen Bewohnern gehören markante Tierpersönlichkeiten wie Gorilla Ivo, Flusspferd Ede oder Seehund Molly.

Deutschlands ältester Zoo: Tradition trifft Moderne

Deutschlands ältester Zoo wurde 1844 gegründet und gehört mittlerweile zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt. Nicht nur die Berliner haben den 33 h großen Zoo Berlin in ihre Herzen geschlossen, auch Touristen aus der ganzen Welt erholen sich von der Berliner Luft und gehen auf Entdeckungstour in den Zoo und das Aquarium. Rund zwei Drittel der über 3,3 Millionen Besucher im Jahr sind Touristen. Historische Bauwerke wie das Antilopenhaus in Kombination mit der modernen Zoo-Architektur des Panda Gardens und der Welt der Vögel machen Deutschlands ältesten Zoo zu einem ganz besonderen Erlebnis. 

Vielfalt mit allen Sinnen erleben

Moderne Zoos sind keinesfalls reine Freizeiteinrichtungen und spielen zunehmend eine wichtige Rolle in den Bereichen Artenschutz, Forschung und Bildung. Ob Tapir, Pinguin oder Hausziege - in Zoos und Tiergärten haben Kinder oft den ersten Kontakt mit der bunten Tierwelt. Begegnungen mit Tieren hinterlassen bei vielen Menschen einen bleibenden Eindruck, auch bei vielen Erwachsenen ruft ein Besuch im Zoo viele schöne Kindheitserinnerungen hervor. Das wahrhaftige Erleben eines großen Elefanten kann durch Fotos oder Filme schlicht nicht ersetzt werden. Bei spannenden Touren für Groß und Klein bietet die Zooschule sogar einen Blick hinter die Kulissen.

Artenschutz: Gemeinsam für die Arterhaltung

Zoologische Gärten sind eng im modernen Artenschutz verbunden. Der Zoo Berlin engagiert sich nicht nur finanziell für Artenschutz-Projekte auf der ganzen Welt, sondern beteiligt sich auch aktiv an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen. Einstmals stark bedrohte oder gar in freier Wildbahn ausgestorbene Tierarten konnten mit Hilfe von Zoos wieder angesiedelt werden. Arabische Oryxantilopen, Schwarzfußiltisse, Rotwölfe,  Moorenten, Wisente, Przewalski-Pferde und viele weitere Tierarten würden heute ohne die Bemühungen der Zoos wohl nicht mehr existieren. Der Schutz einzelner charismatischer Tierarten mag manchem als „unfair“ scheinen, jedoch agieren diese Tiere in der Wildbahn oftmals als sogenannte Schirmart, von deren Schutz viele andere unbekannte Arten profitieren.

Auch für Bartgeier sah die Zukunft zu Beginn des 20. Jahrhunderts äußerst düster aus. Er galt in den Alpen bereits als ausgestorben. Mit Hilfe von im Zoo und Tierpark Berlin geschlüpften Jungvögeln konnten eine der größten Greifvogelarten Europas wieder in ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten angesiedelt werden. 

Wissenschaft: Hand in Hand mit Experten

Das Tierreich birgt noch viele mysteriöse Geheimnisse – Tierpfleger und Tierärzte kooperieren mit Wissenschaftlern, um wichtige Erkenntnisse, beispielsweise für die Verhaltensbiologie, zu erlangen. Forschung liefert einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz -  die Ergebnisse von Forschungsarbeiten in Zoos kommen den Artgenossen in ihrem natürlichen Lebensraum zugute. Die Zoologischen Gärten Berlin können auf eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem renommierten Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und den Berliner Universitäten bauen. 

Bildung: Zugang zur Natur erhalten

Bildung ist eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Gesellschaft für das Thema Artenschutz zu sensibilisieren. In einer schnellen und hoch digitalisierten Welt besteht zunehmend die Gefahr, den Zugang zur Natur zu verlieren. Im Zoo Berlin kann man verschiedene Lebensräume aus der ganzen Welt entdecken. In kommentierten Fütterungen bei Panda, Orang-Utan, Wölfen und Co. können die Besucher spannende Geschichten aus der Welt der Tiere hautnah erleben und dabei auch interessante Fakten aus dem Tierreich erfahren. Fragen sind dabei ausdrücklich erwünscht. Ob kuriose Anpassungen an die Umwelt, besondere Fortpflanzung-Technik oder außergewöhnliche Kommunikation; auf den neu gestalteten modernen Tierschildern können Groß und Klein viel Spannendes über Berlins gefiederte, pelzige und geschuppte Bewohner lernen.

Große Pläne für die Zukunft

Ein Besuch im Zoo Berlin wird in Zukunft noch aufregender. Eine Reise in die Heimat der exotischen Bewohner des Zoos wird zu einem Tauchgang in eine Welt aus bunten Farben und fabelhaften Tier-Geschichten. Bis 2035 sollen rund 60 Millionen Euro in moderne und artgerechte Tieranlagen investiert werden. Die Tier-Anlagen werden – selbstverständlich auch hinter den Kulissen – modernisiert und sollen den Besuchern naturnahe und großzügige Lebensräume zeigen, die der ursprünglichen Heimat der Tiere nachbildet sind. Mit nahezu unsichtbaren Barrieren dürfen die Besucher sich auf unvergessliche Tiererlebnisse freuen, wir hoffen dadurch das Interesse an Besonderheiten und dem Schutz der Tiere zu wecken.

Nachdem die Welt der Vögel und das Löwentor im Jahr 2016 schöner, moderner und besucherfreundlicher gestaltet wurden, wurde im Sommer 2017 auch die weltweit modernste Panda-Anlage eingeweiht. Und es geht weiter in großen Schritten voran: Der Adlerfelsen wird derzeit umgestaltet und mit dem Umbau des Raubtierhauses wird im Herbst 2017 begonnen.  

Eintauchen in eine neue Welt

Große Pläne für Nashörner und Tapire: Zukünftig sollen die Besucher durch großzügige Panoramascheiben einen einmaligen Einblick in eine rund 12.000 qm große tropische Sumpflandschaft bekommen und Spitzmaulnashörner und Tapiren beim Wasserballet zuschauen. Der Wideraufbau der historischen Elefantenpagode im aufwendigen indischen Stil nimmt die Besucher mit auf eine exotische Weltreise in die tropische Heimat der Panzernashörner.

Tropenparadies für Dickhäuter

Ein Stück faszinierendes Asien: Nur ein kleiner Spaziergang über die idyllische Brücke des Landwehrkanals wird die Besucher in das Reich der grauen Riesen entführen. Weitläufige Anlagen mit üppiger Begrünung, großzügigen Badestellen, naturnahem Wasserfall und einer Fläche von ca. 23.000 qm wird in Zukunft eine Gruppe Asiatischer Elefanten beherbergen. Im Winter wird das sonnendurchflutete Elefantenhaus nicht nur Elefanten, sondern auch Besucher erfreuen.