Panda-Winzlinge haben Bärenhunger

Erster Panda-Nachwuchs Deutschlands im Zoo Berlin geboren – Zwillinge!

Kleine Bären im Zoo Berlin entwickeln sich prächtig
Die Panda-Zwillinge haben die ersten Tage mit kuschelnd, trinkend und schlafend gut überstanden und werden nun – dank äußerst nahrhafter Muttermilch – rasant wachsen.

Nachdem der Nachwuchs die ersten zwei Tage nach der Geburt etwas an Gewicht verloren hatte, nehmen die Zwillinge nun wieder zu. Gerade das größere, erstgeborene Jungtier zeigt großen Appetit und wird von Meng Meng an allen vier Zitzen angelegt. Sein Geburtsgewicht hat der kleine Panda schon erreicht. Die Erstmilch der Mutter, das sogenannte Kolostrum – welches neben u.a. Enzymen, Vitaminen und Mineralien auch von der Mutter gebildete Antikörper enthält – unterstützt die Immunabwehr der Jungtiere. Zusätzlich zu Mamas Milchbar wird der kleinere der Zwillinge regelmäßig im Inkubator mit abgepumpter Milch von Meng Meng versorgt. Mit gekonnten Griffen bietet die chinesische Tierpflegerin dem Baby-Panda die kleine Trinkflasche an, worauf der Mini-Panda die Zunge zusammenrollt und die noch zahnlose Schnauze öffnet. Ungefähr alle zwei Stunden trinkt der kleine Panda, dessen Gewicht zeitweise auf 109 g gefallen war, rund 4-6 ml Milch. Mittlerweile bringt er schon wieder 130 g auf die Waage. „Ich möchte mich herzlich bei den Kollegen von der Charité für die Inkubatoren bedanken, so können wir Meng Meng in der Anfangszeit unterstützen und unseren Zwillingen einen guten Start in ihr Panda-Leben ermöglichen“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. In den Inkubatoren kommen normalerweise kleine menschliche Neugeborene, nach einem eher schwierigen Start in das Leben, wieder zu Kräften.

Noch haben die Panda-Zwillinge noch nicht viel Ähnlichkeit mit ihrem ausgewachsenen Artgenossen, dies wird sich aber in Kürze ändern. „In rund zwei Wochen werden sich langsam die ersten Bereiche dunkel färben – dann sehen die kleinen auch etwas mehr nach Pandas aus“, berichtet Knieriem.

Hintergrund:
Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hat Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas (Gewicht: 186 g und 136 g) zur Welt gebracht. Der Vater Jiao Qing (9) ist an der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt. Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes geht man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Daher wird der Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr für die seltenen Bambusbären, welche zu 100 Prozent in den Artenschutz fließt. Mit dem Beitrag wird Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der Großen Pandas finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

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Kommentare

07.09.2019Nessy

Ich freue mich sooooo sehr auf die beiden knuffigen puffigen Babys ich kann es kaum abwarten endlich Pandas zu sehen, dass war schon immer ein großer Traum. Bis November :) see you

05.09.2019Sian Gardner

Hello, I am looking to travel to Berlin to see the pandas and twins, could you recommend by which month they will be old enough for the public to see them. I was looking at November, would that be too soon? Thank you in advance