Bärchen-Vorbereitungen

Einiges los in 2019

Das Jahr 2019 hat begonnen und damit steht im Zoo Berlin eine spannende Zeit unmittelbar vor der der Tür. Vor allem wird in diesem Jahr der 175. Geburtstag des Zoos – und damit des ältesten Zoos in Deutschland – im Fokus stehen, doch die Blicke werden sich in den kommenden Monaten auch wieder zunehmend in Richtung des Panda Garden richten. Nachdem sich Meng Meng und Jiao Qing in den vergangenen anderthalb Jahren bestens eingelebt haben, darf 2019 erstmals auf Berliner Panda-Nachwuchs gehofft werden.

Und wieder begann alles in China

Damit es nicht nur bei einer Nachwuchs-Hoffnung bleibt, haben im Panda Garden bereits umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen begonnen. So flog Raubtier-Revierleiter Norbert Zahmel in den vergangenen Monaten schon zweimal nach China, um von den dortigen Panda-Experten wertvolles Wissen rund um das Paarungsverhalten der Großen Pandas zu erlangen. Dabei wurde er jeweils einmal von dem Leitenden Tierarzt Dr. Andreas Ochs und dem Panda-Tierpfleger Corvin Schmohl begleitet. Während bei der ersten Reise eine Panda-Konferenz im Mittelpunkt stand, auf der Panda-Halter der ganzen Welt Erfahrungen austauschten, galt der zweite Besuch vor allem der Chengdu Panda Base.

Es gab einiges zu besprechen

Da Meng Meng und Jiao Qing aus Chengdus Aufzucht- und Forschungseinrichtung für Große Pandas nach Berlin kamen, verfügen die dortigen Experten nicht nur über erstklassige Erfahrungen in der Panda-Fortpflanzung, sondern kennen auch die beiden Berliner Tiere. Der Austausch mit unterschiedlichen Verantwortlichen der Panda Base reichte von den ersten Signalen der Paarungsbereitschaft über den Fortpflanzungsakt an sich bis hin zum Verhalten unmittelbar nach der Paarung. Aber auch das elementare Panda-Training und -Enrichment wurden thematisiert.

Euphorie in Maßen, nicht in Massen

Trotz der guten und ausführlichen Vorbereitung darf natürlich nicht der Aspekt des vergleichsweise jungen Alters der beiden Berliner Pandas außer Acht gelassen werden. Weder Meng Meng noch Jiao Qing haben sich bisher jemals gepaart bzw. gar ein Jungtier zur Welt gebracht. Die Unerfahrenheit der beiden Tiere hat somit einen unberechenbaren aber gleichzeitig bedeutenden Einfluss auf den gesamten Fortpflanzungsprozess. Wenngleich in den meisten Fällen die natürliche Paarung am erfolgreichsten ist, konnten bei der weltweiten Panda-Fortpflanzung auch bereits gute Erfahrungen mit künstlicher Befruchtung gesammelt werden.

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Kommentare

26.08.2019Bärenfreund

Damit hier keine Verwirrung aufkommt: das freundliche Gesicht im Bambusdschungel gehört dem Bärenpfleger Marcus Röbke und nicht Chrstian Toll.