11.04.2013

Nachwuchs bei den Waldgiraffen im Berliner Zoo!

Okapi-Jungtier "Bashira" erkundet das Freigehege.

Das Jahr ist zwar noch lang, doch vermutlich handelt es sich bei dem nun zu meldenden Jungtier um den wertvollsten Nachwuchs 2013. Bereits am 26. Februar wurde auf strohigem Lager das nunmehr vierte Berliner Okapi geboren.
Die kleine Waldgiraffe, die nach ihrer Geburt gerade 21,5 kg wog, konnte in den darauf folgenden Wochen allerdings den warmen Stall kaum verlassen, da in ihrer ursprünglichen Heimat, den Urwäldern des äquatornahen Kongobeckens, niemals Schnee liegt. Dem Jungtier hat der Stallaufenthalt jedoch nicht geschadet, denn im Gegensatz zu den Laufjungen der Steppengiraffen gelten kleine Okapis als Ablieger, die ihren Müttern nicht auf Schritt und Tritt folgen, sondern den Körperkontakt meist nur zum Trinken nutzen. Durch die sehr nahrhafte Muttermilch hat das Okapikalb sein Gewicht bereits auf 62 kg gesteigert. Seine Mutter „Batouri“, die 2005 ebenfalls in Berlin zur Welt kam, gehört mit ihren 340 kg zu den schwersten Okapis der nur etwa 55 Tiere umfassenden europäischen Zoopopulation. Ihre große Körpergestalt hatte es „Steve“, dem 6jährigen Vater des Jungtieres, auch schwer gemacht, einen gelungenen Deckakt zu vollziehen. Okapibullen sind nämlich schon im Durchschnitt kleiner und leichter als die Weibchen. Letztendlich hat es dann aber nun doch geklappt – obwohl von keinem Menschen beobachtet.
Auch wenn es am morgigen Tag nicht trocken bleiben wird, das kleine weibliche Okapijungtier – mit dem Namen „Bashira“ – muss nun endlich einmal ins Freie.
Okapis sind scheue und stark bedrohte Bewohner des zentralafrikanischen Regenwaldes, deren Gesamtpopulation auf kaum mehr als 10.000 Tiere geschätzt wird. Im Rahmen des Europäischen Zooverbands wurde bereits 1985 ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese relativ reproduktionsschwache, seltene Tierart eingerichtet, das sich intensiv um deren Vermehrung bemüht.

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