1001 Nacht - Architektur im Zoo

- Elefantentor
Eine der Besonderheiten des Berliner Zoos ist das Nebeneinander von historischen und modernen Tierhäusern. Hier lässt sich die Geschichte der Tierhaltung von mehr als eineinhalb Jahrhunderten während eines Zoobesuchs nachvollziehen. Schon beim Kauf der Eintrittskarte wird der Besucher in das vorletzte Jahrhundert zurückversetzt.
Der Zooeingang in der Budapester Straße ist das rekonstruierte Elefantentor von 1899, das im letzten Krieg völlig zerstört und 1984 originalgetreu wiedererrichtet wurde. Zwei liegende Elefanten aus Elbsandstein tragen ein geschwungenes Dach, verziert mit phantasievollen Schnitzereien und ostasiatischer Malerei. Einladend wie auch schon vor 100 Jahren lockt das Tor den Gast in eine Zoowelt mit fremdländischen Tieren. Es ist eine der am häufigsten fotografierten Sehenswürdigkeiten Berlins.
Das 1905 entstandene indianisch-russische Doppelblockhaus beherbergt die amerikanischen Bisons auf der einen und die eurasischen Wisente auf der anderen Seite. Das Bison-Haus erinnert nicht zuletzt durch die indianische Fassadenmalerei und die orginalgetreuen Totempfähle vor dem Gebäude an ein kanadisches Holzhaus.
Bei den jüngsten Tierhäusern im Berliner Zoo wurde der Ansatz naturnaher Gehegegestaltung wieder aufgegriffen. Das 1997 eröffnete Flusspferdhaus bildet das vorläufige Ende einer langen Tradition. Es ist die bereits 4. Unterkunft der Berliner Flusspferde, die die gesamte facettenreiche Palette der Zooarchitektur miterleben durften. Ein Flusspferd-Aquarium, überspannt von zwei feinmaschigen Glaskuppeln, in dem das Beobachten sowohl unter als auch über Wasser möglich ist, bildet ihre neueste Unterkunft.
Die Tiere - in einer quasi natürlichen Umgebung - stehen im Mittelpunkt. Die zur Wasseraufbereitung notwendige Technik wurde in den Keller verbannt.
Material zum Thema
|
Komplette Rundgangbeschreibung als PDF |



