Rotes Riesenkänguru

(Macropus rufus)

Rote Riesenkängurus sind nicht nur die größte Känguruart, sie sind sogar die größte Beuteltierart. Sie leben im Outback Australiens, wo sie enorm weit und hoch springend lange Strecken hinter sich bringen, ihre vegetarische Kost suchen und mit einem Gegner auch schon einmal einen Boxkampf wagen.

STECKBRIEF

Herkunft
Australien

Lebensraum
Steppe und Buschland

Nahrung
Gräser, Kräuter, Blätter, Rinde

Bestand
ca. 10-20 Millionen

Größe
1,30 bis 1,40 m, Schwanzlänge 1 bis 1,20 m

Gewicht
30 bis 90 kg

Tragzeit
33 bis 35 Tage Tragzeit, Beuteltragzeit ca. 8 Monate

Erreichbares Alter
bis zu 20 Jahre

Wissenswertes zum Känguru
Die Steppenbewohner sind tagaktiv und suchen die Umgebung nach Gräsern und Kräutern ab. Mit ihren weiten Sprüngen bringen sie schnell Strecke hinter sich und können dabei bis zu 90 km/h schnell werden. Um das Gewicht in jeder Situation zu halten, hilft ihr großer Schwanz beim Balanceakt.

Kinderkrippe Fingerhut
Bei der Geburt ist ein kleines Känguru gerade einmal 2 Gramm schwer und nicht größer als eine Fingerspitze. Es krabbelt durch das Fell der Mutter in den Beutel am Bauch, wo es Milch trinkt und die nächsten 8 Monate zu einem kleinen Känguru heranwächst. Erst danach traut es sich langsam hinaus.

Zweimal vorwärts, nie rückwärts
Kängurus können nicht rückwärts laufen, dafür haben sie zwei verschiedene Arten, sich nach vorn zu bewegen. Im langsamen Tempo stützen Vorderbeine und Schwanz das Tier, während die Hinterbeine nach vorn schwingen. Wenn’s schnell gehen muss, wird direkt gesprungen.

Stimmt es, dass...?
Kängurus werden immer wieder mit Boxhandschuhen gezeichnet. Tatsächlich nutzen sie ihre kurzen Vorderläufe, um den Gegner zu umklammern und zu kratzen. Haben sie keine Chance auf einen Tritt mit ihren mächtigen Hinterläufen, gibt es schon Mal einen gezielten Schlag mit der Faust.