Lippenbär

(Melursus ursinus)

Dieser zottelige Bär aus Südostasien hat seinen Namen wohl seiner auffällig langen und beweglichen Unterlippe zu verdanken. In Kombination mit seiner lange Zunge, den verschließbaren Nasenlöchern und der große Zahnlücke im Oberkiefer kann der Lippenbär seine Nahrung einfach aufsaugen.

STECKBRIEF

Herkunft
Asien: Indien und Sri Lanka, vereinzelt Nepal,  Bhutan und Bangladesch

Lebensraum
tropische Regenwälder und Grasland

Nahrung
Bevorzugt Insekten, vor allem Termiten, sowie Früchte, Blüten und Honig, selten Wirbeltiere

 

Größe
ca. 60 bis 91 cm Schulterhöhe

Gewicht
Männchen bis ca. 145 kg, Weibchen bis ca. 95 kg

Bestand
gefährdet

 

Tierischer Staubsauger
Lippenbären haben eine Leibspeise: Termiten. Wie ein Staubsauger machen sie sich über ihre Lieblingsnahrung her: Bau aufbrechen, die beweglichen Lippen ausfahren, Nasenlöcher schließen - und los! Die lange Zunge hilft beim Auflecken. 

Echt cool
Sein langes, zotteliges Fell ist meist schwarz oder braun, auf der Brust hat er eine helle, meist weiße Fellfärbung. Es isoliert und schützt in den Tropen bestens vor Hitze.

Wissenswertes über Lippenbären
Im Gegensatz zu vielen anderen Bärenarten halten Lippenbären keine strikte Winterruhe, obgleich auch sie in den Regenmonaten weniger aktiv sind. Der Lippenbärnachwuch kommt geschützt in einer Erdhöhle zur Welt und reitet bei den ersten Ausflügen auf dem Rücken der Mutter. Im englischen Raum wird der Lippenbär aufgrund seiner sehr langen Krallen Sloth bear ("Faultierbär") genannt.