Flusspferd

(Hippopotamus amphibius)

Die Familie der Flusspferde besteht aus zwei Arten, dem hier beschriebenen Flusspferd – auch Großflusspferd – und dem Zwergflusspferd. Ganz markant für die Flusspferde sind ihre großen Eck- und Schneidezähne. Großflusspferde leben in Savannen, wo sie die Ufer von Flüssen und Seen bewohnen.

STECKBRIEF

Herkunft
Afrika südlich der Sahara

Lebensraum
Offenes Land an langsam fließenden Flüssen oder Seen

Nahrung
Gräser

Bestand
125.000 bis 150.000

Größe
2,7 bis 3 Meter

Gewicht
1 bis 3 Tonnen

Tragzeit
ca. 8 Monate

Erreichbares Alter
zwischen 30 und 40 Jahre in menschlicher Obhut

Wissenswertes zum Flusspferd
Das Flusspferd ist ein gemütlicher wirkender Zeitgenosse. Am Tag dösen die Tiere im Wasser, wobei oft nur noch Ohren, Augen und die Nasenlöcher ihres mächtigen Mauls herausschauen, oder nehmen ein ausgiebiges Bad im Schlamm. Nachts werden sie munter und gehen ans Ufer, wo sie sich das saftige Gras schmecken lassen.

Spaziergang unter Wasser
Tauchen die Tiere mit zugeklappten Nasenlöchern mal unter Wasser, können sie ohne Probleme sechs Minuten unten bleiben, bevor sie wieder an die Oberfläche müssen. Tatsächlich können die Säugetiere aber auch einen kleinen Spaziergang am Flussgrund unternehmen.
 
Gefährdete Dickhäuter
Innerhalb der letzten zehn Jahre ist der Bestand der Flusspferde um schätzungsweise 10 bis 20 Prozent zurückgegangen. Die Gründe hierfür sind die Jagd nach dem Elfenbein, den Schneide- und Eckzähnen der Tiere, und der fortschreitende Verlust ihres Lebensraums.

Stimmt es, dass…?
Geben Flusspferde wirklich mit ihren Haufen an? Allerdings! Sie machen einen großen Haufen Mist und verwedeln diesen mit ihrem Schwanz, sodass der Kot weit weg geschleudert wird – so markieren sie ihr Revier. Je größer der Haufen, umso mehr können sie verwedeln. Artgenossen erkennen an der Menge des Kots, ob sie es mit dem Tier im Kampf um das Revier aufnehmen können oder nicht.