Eisbär

(Ursus maritimus)

Mit seiner Standhöhe von bis zu drei Metern zählt der Eisbär, auch Polarbär genannt, zu den weltgrößten Landraubtieren. In seiner Heimat in der Arktis hat er keine natürlichen Feinde und verbringt seine Zeit als Einzelgänger mit ausgiebigen Jagdzügen nach Robben.

STECKBRIEF

Herkunft
Arktis

Lebensraum
Küsten und Packeisbereiche

Nahrung
Robben, Fische, Kleinsäuger, Beeren, Früchte

Bestand
20.000 bis 25.000

Größe
2,50 m Länge, Schulterhöhe bis 1,60 m

Gewicht
Weibchen 300 kg, Männchen bis zu 600 kg

Tragzeit
2-3 Monate (Zeitraum zwischen verzögerter Einnistung und Geburt)

Erreichbares Alter
ca. 40 Jahre in menschlicher Obhut

Wissenswertes zum Eisbären
Eisbären sind für ein Leben in der Arktis perfekt ausgerüstet. Während der beutereichen Zeit futtern sie sich eine zehn Zentimeter dicke Fettschicht an. Zusammen mit dem dichten Fell hält sie die Eisbären bei eisigen Temperaturen von -50 Grad Celsius warm und dient als Energiespeicher.

Dicker Pelz – Tarnung und Heizung zugleich
Dank ihres Fells sind Eisbären im Schnee für ihre Beute kaum sichtbar und somit perfekt getarnt. Dabei sind ihre Haare nicht weiß, sondern durchsichtig und hohl. Dank dieser Struktur können sie die Sonnenstrahlen auf ihre darunter liegende schwarze Haut weiterleiten und die Wärme speichern – eine körpereigene Heizung!

Optionaler Absatz: Träge an Land – im Wasser galant

Bei starker Anstrengung, wie Rennen, können Eisbären überschüssige Körperwärme nur über ihre Zunge nach außen abgeben, weshalb sie sich lieber langsam bewegen. Unter Wasser aber nutzen sie ihre breiten Tatzen mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen wie Paddel und sind dadurch echte Dauerschwimmer.

Eisbärenbabys so klein wie Meerschweinchen
Eisbärenmütter verkriechen sich zwischen November und Januar in einer Schneehöhle, um ihre Babys zur Welt zu bringen und zu säugen. Bei ihrer Geburt sind die Jungen nackt, blind, taub und kaum größer als Meerschweinchen. Nach drei Monaten verlässt die Mutter mit den jetzt zehn Kilo schweren Kleinen die Höhle. Sie muss sich wieder stärken, um die hungrigen Bärenjungen noch 17 Monate mit Muttermilch satt zu kriegen.

Stimmt es, dass...?

Kann es wirklich sein, dass Eisbärenweibchen ihre Schwangerschaft verlängern können? Tatsächlich können sie die Einnistung der zwischen April und Juni befruchteten Eizelle bis zu einem halben Jahr verzögern. Ist genug Speck für den Winter angefuttert, beginnt die eigentliche Tragzeit von nur noch zwei bis drei Monaten.