Bonobo

(Pan paniscus)

Bonobos sind neben den Schimpansen unsere nächsten Verwandten. In ihrer Heimat Afrika schließen sich mehrere Bonobo Clans in lockeren Großgruppen von bis zu 100 Tieren zusammen. Die geselligen Allesfresser verbringen die meiste Zeit in den Baumwipfeln, in denen sie Nester errichten und fressen. Neben Früchten, Nüssen und Blättern, verzehren Bonobos gelegentlich auch Insekten und kleine Wirbeltiere.

Bonobo Dame Yala

STECKBRIEF

Herkunft
Afrika, Demokratische Republik Kongo

Lebensraum
bevorzugt tropische Regenwälder 

Nahrung
Früchte, Blätter, Kräuter, Nüsse, Samen und Rinde

Bestand
Stark gefährdet; nach Schätzungen gibt es noch 10 000 bis 50 000 Tiere

Größe
ca. 70 bis 83 cm

Gewicht
Männchen: 37 bis 61 Kg; Weibchen: 27 bis 38 kg

Tragzeit
7 bis 8 Monate

Locker bleiben
Treten Konflikte und Streit innerhalb der Gruppe auf, ersticken Bonobos diese im Keim - und zwar mit Sex. So bauen die Tiere Spannungen ab und bleiben friedlich.

Frauenpower
Anders als bei den Schimpansen haben bei den Bonobos die Weibchen das Sagen. Sie verbünden sich eng, um gegenüber körperlich überlegenen Männchen die Oberhand zu behalten.

Wissenswertes zum Bonobo
Obwohl sie den Schimpansen rein äußerlich sehr ähnlich sehen, unterscheiden sie sich in ihren Verhaltensweisen. Bonobos leben beipielsweise im Matriachat: Obwohl die Männchen kräftiger sind, lehnen sie sich nicht gegen die Weibchen auf. Die männlichen Tiere bleiben oft auch ein Leben lang bei ihren Müttern.