Schutz der bedrohten Spitzmaulnashörner

Aktuelle Nachrichten lassen aufhorchen
In Kenia und Tansania leben noch ungefähr 740 Ostafrikanische Spitzmaulnashörnern – und mit jedem Abschuss werden es weniger … Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Tiere als „critically endangered“ ein, vom Aussterben bedroht. Damit steht diese Art kurz davor, für immer von unserem Planeten zu verschwinden. Artenschutzorganisationen und Zoos in aller Welt setzen sich dafür ein, vor allem der rücksichtslosen Jagd ein Ende zu bereiten. Der wichtigste Kampf: Ausbildung und Aufklärung. Denn

Aberglaube ist ihr Verhängnis
Nasenhorn ist wertvoller als Gold – wenn man an seine Wirkung glaubt… Zu feinem Pulver gemahlen gilt es in vielen asiatischen Ländern, allen voran Vietnam als Wundermittel gegen allerlei Beschwerden und Krankheiten - angeblich sogar gegen Krebs. Ein Milliardengeschäft – und eine Riesendummheit! Denn das Horn besteht wie unsere Fingernägel aus schlichtem Keratin. Entsprechend würde auch das Nägelkauen helfen…

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Unser Kooperationspartner Save the Rhino Int. setzt sich seit Jahren beharrlich und nachhaltig für den Schutz der bedrohten Spitzmaulnashörner ein, zum Beispiel in einem der ältesten Schutzgebiete Kenias, dem Ol Jogi Conservancy.
Der Tierpark Berlin, der Zoo Berlin sowie die Stiftung Zoologischer Garten Berlin  sorgen mit Spenden dafür, dass Mittel für die notwendige Ausbildung, die Sicherheit und angemessene Bezahlung von Wildhütern zur Verfügung stehen – zur Rettung in letzter Minute …

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Neben dem Engagement in Afrika leisten unsere Einrichtungen auch hier vor Ort wichtige Beiträge zum Erhalt bedrohter Tierarten. So führt der Tierpark Berlin das Internationale Zuchtbuch für die Spitzmaulnashörner und sammelt die Daten aller in Menschenhand lebenden Spitzmaulnashörner als Basis für regionale Erhaltungszuchtprogramme. .

Solche Programme sichern genetisch und demografisch stabile Bestände bedrohter Arten in menschlicher Obhut. Zoos und Tierparks verständigen sich darin über das berühmte „Wer mit wem“. Ein verantwortlicher Zoo fungiert dabei als Koordinator und führt die „Partnerbörse“ aller in den europäischen Zoos lebenden Tiere einer Art. Er kennt die Verwandtschaftsverhältnisse ganz genau, spricht Empfehlungen aus und koordiniert den Gesamtbestand länderübergreifend. Diese sogenannten ex-situ-Population dienen als Reservepopulation für die bedrohten Bestände in freier Wildbahn.

Nach Möglichkeit und Notwendigkeit werden Tiere aus diesen Erhaltungszuchtprogrammen auch wieder in ihren natürlichen Lebensraum ausgewildert. So wurde beispielsweise 2012 das Berliner Spitzmaulnashorn Zawadi gemeinsam mit anderen Östlichen Spitzmaulnashörnern aus europäischen Zoos im Nationalpark Mkomazi in Tansania wiederangesiedelt. 2016 brachte Zawadi selbst ihr erstes Jungtier in Tansania zur Welt. Ein schöner Erfolg!