Blauaugenibis

Das artenreiche Zuhause des Blauaugenibis auf Madagaskar schwindet

Der Blauaugenibis, mit seinem Ibis-typischen langen, gebogenen Schnabel, kommt ausschließlich auf der afrikanischen Insel Madagaskar vor. Jedoch lässt die Zerstörung der Wälder und Feuchtgebiete und somit der Brutplätze der Wasservögel ihren Lebensraum rasant schrumpfen. Die Population des stark bedrohten Blauaugenibis wird auf 2.300-3.250 Individuen geschätzt. Nicht ohne Grund wird er auch Madagassischer Heiliger Ibis genannt.

Ein Projekt zur Erhaltung der stark bedrohten Wasservögel in der Bombetoka-Bucht

Das Projekt „Perschke-Voronosy“ hat seinen Wirkungsort an der Bombetoka-Bucht im Nordwesten Madagaskars. Die Bombetoka-Bucht ist eines der artenreichsten und wichtigsten Wasservogelgebiete Madagaskars. Das gesamte Areal mit über 20 Inseln umfasst etwa 150.000 ha. Bereits 2005 rief der Berliner Tierpfleger Mario Perschke das Projekt „Voronosy“ u. a. mit Hilfe der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) ins Leben. Nach Mario Perschkes überraschendem Tod im Jahr 2007 wurde das Projekt zu seinen Ehren in „Perschke-Voronosy“ umbenannt.

Madagassische Mangrovenwälder - Schutz für das bedrohte, artenreiche Paradies

Projektziel ist es, zusammen mit den lokalen madagassischen Einheimischen die letzten Brutplätze der bedrohten Blauaugenibisse und anderer Stelzenvögel zu dauerhaftem Schutzstatus zu erklären. Der Schutz des populären Blauaugenibisses steht damit repräsentativ für den Erhalt des Mangrovengebietes und seiner zahlreichen tierischen Bewohner.

Das Programm dieses Vorhabens verbindet Naturschutzmaßnahmen mit der Entwicklungsassistenz der Bevölkerung. Neben dem Habitatschutz stand auch die Sensibilisierung der Bevölkerung im Fokus, wofür Informationsmaterialien und Hinweisschilder produziert wurden sowie Radiosender und Veranstaltungen zur Aufklärung der Menschen beitrugen.

In Andenken an den Projektinitiator & Tierpfleger Mario Perschke

Die EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) nahm „Perschke-Voronosy“ als Teil ihrer Madagaskar-Kampagne in ihr Programm auf. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, zusammen mit dem Vogelpark Walsrode sowie dem Zoo Duisburg, Zoo Landau und dem Zoo Münster dieses Projekt in Erinnerung an die Arbeit von dem in Madagaskar verstorbenen Berliner Tierpfleger Mario Perschke zu unterstützen.