Artenschutz im Zoo Berlin

Unser Beitrag zum weltweiten Artenschutz

Insgesamt beteiligt sich der Zoo Berlin an 61 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP), 50 Europäischen Zuchtbüchern (ESB) sowie an 31 Internationalen Zuchtbüchern (ISB). Derzeit unterstützen wir folgende Projekte:




Zuchtbücher

Das Aufgabenfeld des Naturschutzes beinhaltet auch jene Arbeit, die zur Erhaltung von Tierarten in Menschenobhut beiträgt. Ein erster Schritt für das internationale Management von Tierpopulationen war die Einrichtung von Zuchtbüchern. 1923 wurde mit dem Zuchtbuch für den europäischen Wisent das erste derartige Tierverzeichnis angelegt. Seit 1966 werden in Berlin die Daten der beiden afrikanischen Nashornarten und des Gaurs, eines asiatischen Wildrindes, gesammelt. Der Zuchtbuchführer koordiniert die Weitergabe von Tieren zum Erhalt der Vielseitigkeit des Erbgutes in der Population. Zuchtbücher können auch Empfehlungen zur Verbesserung von Haltungsbedingungen enthalten.

Europäische Erhaltungszuchtprogramme

Seit 1985 gibt es neben den Zuchtbüchern so genannte europäische Erhaltungszuchtprogramme (EEPs). Sie regeln die Zuchtbemühungen innerhalb der europäischen Teilpopulationen einiger besonders bedrohter Tierarten. Der Berliner Zoo betreute viele Jahre lang die EEPs für das Spitzmaulnashorn und den Gaur und beteiligt sich erfolgreich an zahlreichen weiteren EEPs (s.o.). Manche im Berliner Zoo gehaltene Tierart konnte nach Jahren intensiver Pflege in Menschenobhut wieder ausgewildert werden (z.B. Przewalskipferd, Wisent, Bartgeier, Säbelantilope).