Lehrlingsfahrt von Zoo und Tierpark Berlin

Zu Besuch in den Zoos Dortmund, Köln und Duisburg

Am 12.06.2015 fuhren wir, die Auszubildenden des 1., 2. und 3. Lehrjahres (Zoo und Tierpark Berlin) auf eine dreitägige Lehrlingsfahrt in die Zoos nach Dortmund, Köln und Duisburg. Jeden Tag durften wir dort eine der Zoologischen Einrichtungen besuchen. Wir waren schon sehr gespannt darauf zu sehen, wie in anderen Zoos gearbeitet wird. Und welche Tiere dort leben.

Tag 1: Zoo Dortmund

Am ersten Tag des Ausflugs besuchten wir den Zoo in Dortmund. Wir erhielten Führungen zu quasi allen Tieren. Hinter die Kulissen schauen durften wir bei den Orang-Utans, den Tamanduas und den Nashörnern. Einiges ist ähnlich wie in den Berliner Zoos – vieles auch ganz anders. So wird beispielsweise in den Ställen der Tamanduas (Ameisenbären) kein Stroh benutzt. Das machen wir im Tierpark auch nicht. Das Stroh könnte sich nämlich an der Zunge verheddern und zu inneren Verletzungen führen. Verletzungen dieser Art sind sehr schwer zu erkennen, da Tamanduas ihre Zunge nur einmal am Tag zeigen: Morgens beim Gähnen. Neben Wissenswertem rund um die Tierhaltung erfuhren wir natürlich auch spannende Anekdoten zu den einzelnen Tieren. Highlight der Führung waren die putzigen Riesenotter. Jedes Tier bekam neben 23 Fischen auch ein bisschen Obst. Zusätzlich bekamen die Tiere Eisbomben. Diese bestanden aus Karotten, Äpfeln und Trauben. Außerdem war Bambus mit eingefroren, damit die Otter die Eisbomben zum Spielen hinter sich her ziehen konnten. Am Ende der Führung wurde uns noch die Veterinärstation gezeigt.

Tag 2: Zoo Köln

Hinter den Kulissen bei den Flusspferden

Am 2. Tag der Lehrlingsfahrt haben wir den Kölner Zoo besucht. Dr. Sliwa hat uns am Wirtschaftshof empfangen und uns eine spannende Führung durch den Zoo ermöglicht.

Zuerst haben wir das schöne Regenwaldhaus besucht, wo wir viele Informationen über Nashornvögel, Weißhandgibbons, Baumkängurus sowie über den Schutz des Regenwaldes und seine Besucher bekommen haben.

Anschließend haben wir uns das Urwaldhaus angesehen. Hier gibt es viele interessante Vergesellschaftungen wie z.B. Gorillas mit Bärenstummelaffen oder Orang-Utans mit Bartaffen. In diesem Haus wird der letzte Kleideraffe in der Zoologischen Haltung gezeigt.

Sehr sehenswert war auch der Elefantenpark mit 20.000 m² Fläche mit 12 Asiatischen Elefanten. Diese Anlage nimmt 10% des gesamten Kölner Zoos ein.

Als letztes wurden wir zum Hippodom geführt. Die Flusspferde und die Nilkrokodile leben in separaten Becken. Hinter den Kulissen konnten wir Sitatungas, Kleinohr-Riesengalagos sowie die Flusspferdstallungen sehen. Flughunde und Graupapageien können sich frei in der Halle bewegen. Zum Schluss haben wir uns noch die Technik im Pumpenkeller angesehen.

Tag 3: Zoo Duisburg

Empfangen wurden wir durch den Zoologischen Leiter des Zoos, Herrn Dr. Jochen Reiter.

Die erste Station waren die Fossa-Zuchtanlage und die Schauanlagen. Er gab uns Einblick in die Zucht und Haltung der Fossas. Der Duisburger Zoo führt das Zuchtbuch für diese Tierart.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zu zwei australischen Seltenheiten: Zu den Koalas und den Wombats! Was für ein Anblick! Koalas werden in Deutschland sonst nur noch in Dresden gehalten. Kein Wunder, die Futterkosten sind immens hoch. Außerdem ist die Haltung von Koalas ist sehr aufwändig und streng reglementiert. Die in amerikanischen und europäischen Zoos gehaltenen Queensland-Koalas werden im Namen der australischen Regierung vom San Diego Zoo verwaltet und nur im Rahmen von Leihverträgen, in denen auch die Haltungsbedingungen definiert sind, an andere Zoos überstellt. Auch die Wombats leben sonst nur noch in einem anderen deutschen Zoo, dem Zoo Hannover. Die erste Nachzucht außerhalb Australiens gelang dem Zoo Halle an der Saale im Jahr 1914. Später wurde die Art auch in Duisburg, Hannover und Neuwied sowie in Zoos außerhalb Deutschlands gezüchtet.

Das Highlight des Zoos war für uns Lehrlinge das Delfinarium mit seiner 30minütigen Delfinshow. Da Delfine in deutschen Zoos sehr selten anzutreffen sind, war der Einblick, den uns der Pfleger darüber verschaffte, sehr interessant. Er erklärte uns den genauen Ablauf des Trainings und den Umgang mit den Tieren.

Fazit

Wir haben in den drei Tagen sehr viel Neues über Tierhaltung in Zoos gelernt und kehren mit viel Inspiration und neuem Wissen zurück. Was wir auch festgestellt haben: In Berlin machen wir vieles schon richtig gut.

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