Eine seltene Schönheit

Ein Zeichen am Tag der Artenvielfalt

Sie ist eine kleine Seltenheit. Die junge Arabische Oryx-Antilope, geboren am 15. Mai im Tierpark Berlin, lässt hoffen. Und macht wehmütig zur gleichen Zeit. Denn in freier Wildbahn leben nur etwa 1.000 Tiere ihrer Art. 

Am 22. Mai ist der Internationale Tag der Artenvielfalt

Mehr als 8 Millionen Arten leben Schätzungen zufolge auf unserem Planeten. Pro Jahr werden 10.000 Arten neu entdeckt. Doch trotz dieser beeindruckenden Zahlen erleben wir einen dramatischen Rückgang: Etliche Arten sterben fast direkt nach ihrer Entdeckung aus oder existieren nur noch in sehr kleinen Beständen. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie viele Arten bereits ausgerottet sind, ohne dass sie wissenschaftlich beschrieben wurden. Schuld daran sind der Einfluss von Schadstoffen, Klimaveränderungen, die Begrenzung oder Umwandlung des Lebenraumes - verursacht durch den Menschen.
  

Artenschutz ist nicht nur für die Tiere überlebensnotwendig

Am 22. Mai erinnert die kleine Oryx-Antilope daran, mit ihrem Lebensraum, unserem Planeten, behutsam umzugehen. Artenschutz ist schließlich nicht nur für die Tiere überlebensnotwendig: „Jede Art trägt zum Bestand ihres Ökosystems bei und ihr Aussterben kann auch für uns weitreichende Konsequenzen haben“, so Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Der Zoo und Tierpark Berlin zusammen beheimaten knapp 2.200 Tierarten und engagierten sich darüber hinaus in artenreichen Gebieten, wie zum Beispiel den Philippinen, dem Kongo, Madagaskar oder Costa Rica für den Schutz der Arten.“ Nachdem die Arabische Oryx durch Jagd beinahe ausgerottet war, leben heute wieder rund 7.000 Tiere in Zoos und Reservaten weltweit. So ist es gelungen, diese seltene Art vorerst vor der Ausrottung zu bewahren. Und vielleicht kann das kleine Kalb mit seinem hellbraunen weichen Fell und den kleinen Hornspitzen wenigstens einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Sensibilität des Menschen für die Erhaltung der Biodiversität zu steigern.

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