Kapitel 5

Kann mich eine Ente über den Wannsee tragen?

"Entchen, Entchen,
Da steht Gretel und Hänsel.
Kein Steg und keine Brücke,
Nimm uns auf deinen weißen Rücken."

Am Ende der abenteuerlichen Süßigkeiten-Exkursion von Hänsel und Gretel geraten sie auf dem Heimweg an einen großen See, den Sie nur mit Hilfe einer Ente überqueren können. Die kluge Gretel weiß, dass beide zusammen dem Entchen zu schwer wären, deshalb bringt das gute Tier die beiden Kinder nacheinander über den See. Doch selbst bei einem sehr kleinen Kindchen und einem ausgewachsenen Trompeterschwan - einer sehr großen Art aus der Familie der Entenvögel - ist das tierische Wassertaxi-Szenario fernab der Realität.

Tierischer Auftrieb
Doch ein mysteriöser Fakt bleibt: Warum treiben manche Vögel - wie zum Beispiel die Enten – wie von Geisterhand auf der Wasseroberfläche, während anderes Federvieh in einem See – auch ohne menschliche Last - hoffnungslos ertrinken würde?

Fetter Trick
Das Geheimnis liegt in ihrem Gefieder. Enten plustern ihre Federn so auf, dass sie mit ihrem Körpervolumen leichter werden als das Wasser und deshalb oben schwimmen, wie ein Stück Holz. Außerdem ist jede ihrer Federn mit einem Fettfilm überzogen, der verhindert, dass sich ihr Federkleid mit Wasser vollsaugt und schwer wird. Wer schon einmal mit Kleidung in einen See gesprungen ist, kennt das Gewichtsproblem. Auch die wie Paddel geformten Füße mit ihren Schwimmhäuten machen die Enten zu meisterlichen Schwimmern.

Fazit: Allein bewältigt eine Ente die Entfernung über den Wannsee locker, Menschen bringen ihren ausgeklügelten Fett-Feder-Wasser-Trick allerdings durcheinander!

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