Kennen Sie den Kleinkantschil?

Eine Entdeckungsreise zu den geheimnisvollen Tieren in Zoo und Aquarium lohnt sich!

Kirk Dikdik, Takin, Kagu, Fossa. Das klingt ein wenig wie der Auszug aus einer fremdländischen Speisekarte. Oder wie der Name eines Tanzes. Oder gar die Anwesenheitsliste einer Raumschiffbesatzung. Konkreter wird es  bei Schwarzrückentamarin, Quastenstachler oder Ringelschwanzmungo – in diesem Fall lässt zumindest die Nennung von Körperregionen den Rückschluss zu, dass es sich hierbei um Lebewesen handeln könnte. Und tatsächlich: all die oben Genannten sind Bewohner des Zoo oder Aquarium Berlin. Man könnte unterstellen, dass viele Tiere meinten, sie seien der Gattung „Mama, was ist das“ zuzuordnen. Zumindest wenn es danach geht, was sie vermutlich am häufigsten im Zusammenhang mit sich hören.

Myteriös, geheimnisvoll und spannend zugleich

So unprominent ihre Bezeichnungen auch sind: weniger Beachtung als ihre berühmten Kollegen aus der Liga Elefant, Löwe, Krokodil haben die Tiere nicht verdient. Im Gegenteil. Auf einem Spaziergang durch Zoo und Aquarium Berlin stellt man schnell fest: Ist der Blick für die Geheimnisvollen unter den Bewohnern erst mal geschärft, ermöglicht das tierisch spannende Begegnungen.

Mit dem Anoa zum Beispiel. Das kleine Wildrind ist vom Aussterben bedroht, geht gerne ins Wasser und hat seinen Namen aus seiner Heimat, der indonesischen Insel Sulawesi mitgebracht. Der dort schlicht und einfach „Büffel“ bedeutet. Im Zoo leben drei Anoas im Rinderrevier.

Das „Tier, das den Pfad anlegt“ und im Zoo Berlin unweit des Abenteuerspielplatzes beheimatet ist,  würde auf einem Namensschild recht sperrig anmuten. Dabei handelt es sich hier um die freie Übersetzung des Wortes „Pekari“. Mit dem bezeichnen die brasilianischen Tupi-Indianer das kleine Schwein. Der Einfachheit halber beließ man es auch in unseren Gefilden bei diesem Namen.

Vom „Tier mit einem langen Nacken“ zum Hirsch mit seinen „zwölf Zacken“

Meist haben die Tierarten ihre exotischen Betitelungen aus ihrer Heimat mitgebracht. „Barasingha“, der wohlklingende Name einer Hirschart im Zoo Berlin zum Beispiel bedeutet „zwölf Zacken“ auf indisch. Okapi ist das elegante „Tier mit einem langen Nacken“, das hinter dem Zoo Restaurant wegen seiner Anmut alle Blicke auf sich zieht.

Tiere nach auffälligen Körpermerkmalen zu benennen, ist ohnehin eine weitere gängige Praxis. So ist beispielsweise der Weißkopfmaki im Affenhaus beheimatet, entzückt der Nachwuchs des Pinselohrschweines die Besucher, fasziniert die Schachbrett-Schabe im Aquarium Berlin.

Sitatunga, Pudu oder Skudde - Warum nicht mal ein Lieblingstier, das keiner kennt?

Wer aufmerksam durch Zoo und Aquarium Berlin streift, wird noch auf viele weitere Tierarten stoßen, deren Bezeichnung nicht bloß Kindern Rätsel aufgibt. Hier hilft nur: Die Beschilderung aufmerksam studieren. Denn dort sind nicht nur die Namen, sondern auch die Besonderheiten des Tieres angegeben.

Und wer weiß: vielleicht ergibt sich ja bei der Suche nach ausgefallenen Bezeichnungen eine neue Bekanntschaft. Die des entzückenden Nyala zum Beispiel oder des eigenartigen Axolotl. Ob Sitatunga, Pudu oder Skudde – alles Arten, die den Status „Lieblingstier“ genau so verdient haben, wie ihre prominenten Bekannten aus dem Lager Elefant, Löwe, Krokodil. Manchmal muss man nur etwas genauer hinsehen.

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